Nach sechs Wochen an der wunderschönen Algarve war es für uns an der Zeit, wieder Richtung Deutschland aufzubrechen. Doch die Reise war noch nicht vorbei: Da auch Spanien als Auswanderungsziel ganz weit oben auf unserer „Vielleicht-Liste“ steht, wollten wir die verbleibende Woche nutzen, um die perfekte Stadt für uns zu finden.
Ausgestattet mit Tipps von unseren Followern, Podcasthörern und einer KI-Recherche machten wir uns auf die Suche. Die Anforderungen waren klar – und die Reise ging los.
Erster Stopp: Torrox, Nerja und die andalusischen Bergdörfer
Laut unseren Recherchen schienen Torrox und Nerja perfekt zu unseren Bedürfnissen zu passen. Also buchten wir drei Nächte in dem kleinen, malerischen Bergdorf Cómpeta. Doch die Realität holte uns schnell ein:
- Die Geografie: Für den Urlaub wunderschön, aber für unseren Alltag ist uns die Gegend einfach zu bergig.
- Das Flair in Torrox: Die Küste war uns persönlich viel zu touristisch. Zudem wirkten die Bewohner und Urlauber eher älter und weniger alternativ, als wir es uns wünschen.
- Das Gefühl in Nerja: Nerja wirkte im Vergleich jünger und einheimischer. Als wir durch das Viertel Baden fuhren und die schönen kleinen Villen bestaunten, kamen wir kurz ins Träumen.
Die engen Gassen in Cómpeta und Torrox hatten definitiv ihren Charme. Doch der alles entscheidende Funke für ein neues Leben wollt einfach nicht überspringen. Auch die Wassertemperatur von gerade einmal 19 bis 20 Grad Anfang September sprach für uns eher gegen diese Region.

Zweiter Stopp: Flamingos und Sprachbarrieren in Poblenou & Sant Carles de la Ràpita
Auf der Suche nach dem nächsten bezahlbaren Zwischenstopp, der gut in unsere Routenplanung passte, landeten wir in Poblenou del Delta, nahe La Ràpita (Katalonien). Dieses kleine Dorf wirkte zwar wie extra für Touristen gebaut, war für unseren Aufenthalt aber ideal:
- Die Natur: Nur 10 Minuten bis zum Strand, herrlich warmes Wasser, traumhafte Sonnenuntergänge und eine Region, die für ihre vielen Flamingos bekannt ist.
- Der Vibe: Vom ersten kurzen Eindruck her schien La Ràpita viel besser zu uns zu passen als die Gegend um Torrox.
Die große Herausforderung: Katalonien und die Job-Frage
Wo viel Licht ist, gibt es leider auch Schatten. Für uns taten sich hier zwei große Hürden auf:
- Die Sprache: In dieser Region wird neben Spanisch auch Katalanisch gesprochen. Eine neue Sprache zu lernen ist schon eine Herausforderung – aber direkt zwei?
- Die Existenzgrundlage: Abgesehen von dem kleinen Touristendorf gab es hier kaum Tourismus. Ein geplantes Gästehaus als verlässliche Einnahmequelle aufzubauen, wäre in dieser Gegend wohl ein großes Risiko.
Der Traum von den Balearen – Mallorca und Ibiza im Blick?
Da Mallorca und Ibiza von unserer Zwischenstation aus nicht weit entfernt liegen, fingen wir direkt wieder an zu träumen. Natur und Klima dürften dort ähnlich sein. Doch selbst wenn wir uns mit dem Gedanken anfreunden könnten, zwei Sprachen zu lernen: Auf den Balearen etwas in unserer Preisklasse zu finden, wird vermutlich extrem schwer.
Wie geht es weiter?
Wie ihr seht: Die Suche für uns geht weiter! Der perfekte Ort war auf diesem Trip noch nicht dabei, aber jede Erfahrung bringt uns unserem Traum ein Stückchen näher.
Wir nehmen euch natürlich weiterhin mit auf unsere Reise ins Ungewisse.

Habt ihr noch Geheimtipps für Spanien, die bezahlbar, warm und familienfreundlich sind? Schreibt es uns in die Kommentare!
One Love,
Anna und Marian


