Wer kennt es nicht – die Suche nach dem perfekten Ort zum Leben. Wenn man dann noch ein Kleinkind im Gepäck hat, gestaltet sich die Suche unserer Meinung nach noch ein ganzes Stück schwieriger als allein oder als Paar. Jamaika war für uns eine Zeit lang wie ein kleines Paradies, aber nun ist es Zeit für etwas Neues.
Wir stehen aktuell genau an diesem Wendepunkt. Asien, Afrika und Australien haben wir für uns bereits ausgeschlossen, aber da bleiben immer noch verdammt viele Länder auf der Landkarte offen. Doch wonach suchen wir eigentlich genau?
Karibischer Traum vs. Realität auf Jamaika
Marian und ich brauchen die Sonne. Wie wir gerade feststellen mussten, fehlen uns auch das warme karibische Meer und der Dschungel um uns herum. Klingt fast so, als gäbe es gar keinen Grund, Jamaika jemals zu verlassen – schließlich bietet die Insel genau das.

Doch die Realität bringt auch Schattenseiten mit sich:
- Das Bildungssystem: Für unser Kind wünschen wir uns langfristig solidere Strukturen und damit verbunden ein gutes öffentliches Bildungssystem.
- Die Naturkatastrophen: Der Hurrikan im letzten Jahr hat uns finanziell schwer getroffen. Die Unberechenbarkeit des Wetters birgt immer ein finanzielles Risiko.
- Wirtschaftlicher Druck: Das Gastgewerbe im Low-Budget-Bereich ist durch teure Flüge, steigende Lebensmittelkosten und hohe Eintrittspreise kaum noch lukrativ.
- Die lähmende Bürokratie: Die extrem entspannte Mentalität führt oft dazu, dass gearbeitet wird, wie man gerade Lust oder Geld hat. Das zerrt an den Nerven, wenn man selbst dringend etwas erledigen muss oder von der Entscheidung der Mitarbeiter abhängig ist (Beispiel: Arbeitsvisum bzw. permanente Aufenthaltsgenehmigung).
Gerne würden wir uns jede Ecke der Welt persönlich anschauen, um zu entscheiden. Das können wir uns aber leider nicht leisten. Deshalb führt uns unser erster großer Stopp nach Europa.
Zwischenstopp Portugal: Familienidylle mit Startschwierigkeiten
Portugal gilt als extrem familienfreundlich. Das Wetter ist selbst im Winter mild (auch wenn man hier definitiv einen Kamin braucht!) und das Bildungssystem liegt im soliden europäischen Mittelfeld. Erste Kontakte haben wir bereits geknüpft, doch eine fundamentale Frage bleibt offen: Womit verdienen wir hier unser Geld?
Viele sehen uns weiterhin im Gastgewerbe. Wir uns eigentlich auch – doch ein bezahlbares Anwesen in diesem Bereich zu finden, scheint zumindest im Süden Portugals unmöglich zu sein.
Wir wälzen aktuell verschiedene Alternativen:
- Ein eigener Eisladen: Ein süßer Traum, der im warmen Süden immer Kundschaft anzieht.
- Marians Autowerkstatt: Zurück zu den Wurzeln. Aber jeden Tag dreckige Finger – wollen wir das?
- Mobiler Hausmeisterservice: Vielleicht die flexibelste und sicherste Alternative im Moment?
Der Luxus der vielen Möglichkeiten und die Ungewissheit, ob man die richtige Wahl trifft, macht es gerade nicht einfach. Aber einfach wäre ja auch langweilig, oder?
Obwohl wir Portugal aktuell noch nicht so tief fühlen wie erhofft, halten wir online immer wieder Ausschau nach bezahlbaren Traumimmobilien in den Dörfern und Städten, die wir ins Auge gefasst haben. Bis Ende August wollen wir uns festlegen, ob wir hier unsere Zukunft sehen oder die Reise weitergeht.

Der Blick schweift weiter: Barbados oder Mexiko?
Die Sehnsucht nach dem echten karibischen Flair lässt uns nicht los. Deshalb sind zwei neue Favoriten auf unserer Liste gelandet:
- Barbados: Das vertraute Karibik-Gefühl, gepaart mit einer oft gelobten, stabileren Infrastruktur und einem besseren Schulsystem.
- Baja California Sur (Mexiko): Die mexikanische Halbinsel reizt uns landschaftlich und kulturell enorm.
Alles ist aktuell eine Momentaufnahme. Mal sehen, von welchen Ecken der Welt wir in unserem nächsten Beitrag träumen oder ob wir unseren Ort am Ende doch schneller finden als gedacht.
Bist du auch auf der Suche oder hast du den Schritt der Auswanderung bereits gewagt? Wir freuen uns immer sehr über die Erfahrungen anderer und einen interessanten Austausch. Schreibe uns gern eine Mail oder einfach eine Nachricht bei Instagram oder Facebook.
One Love, Anna und Marian

